BUND-Ortsgruppe

Wichtige Informationen!

29.04.2021

Als Antwort auf unsere Anfrage wurde uns mitgeteilt, dass die Fällungen am Golchener Weg in 19412 Brüel ohne Absprache und ohne Wissen des Landkreises Ludwigslust-Parchim geschehen sind.
Dies können Sie in unserem Beitrag nachlesen: Keine Erlaubnis für Baumfällungen
Außerdem wurde von der SVZ ein Beitrag zu diesem Sachverhalt veröffentlicht: Umweltschützer kritisieren Fällungen kranker Pflaumenbäume

01.04.2021

Auf der gestrigen Stadtvertretersitzung wurden die Änderungen der Geschäftsordnung und die Änderungen der Hauptsatzung der Stadt Brüel bestätigt und damit dem Bürgermeister größere Entscheidungsfreiheiten ermöglicht. 

Die Anfragen unserer BUND-Ortsgruppe zum Keezer Stall wurden zurückgewiesen, weil der Bauantrag bereits genehmigt wurde. Eine Prüfung, ob öffentliche Belange von diesem Vorhaben betroffen sind, ist im Vorfeld nicht mehr möglich. Es bleibt zur Klärung nur noch die Möglichkeit, ein Widerspruchs- bzw. Klageverfahren zu beantragen.

Der Beschluss zum gemeindlichen Einvernehmen für die weiteren Bauvorhaben des Agrarhofes am Standort Brüel wurde gefasst. Mehrheitlich stimmten die Stadtvertreter für den weiteren Ausbau am Golchener Weg. Die Hinweise und Bedenken des neu gewählten Umweltausschussvorsitzenden fanden kaum Berücksichtigung. Die Anmerkung, die Beschlussfassung auf einen anderen Termin zu verschieben, wurde abgetan. Deshalb bleiben viele offenen Fragen, u. a.  zum Trinkwasserschutz und zum Brandschutz, ungeklärt. Die Genehmigungsbehörde entscheidet nach Aktenlage. Wenn die Stadtvertreter keine Bedenken äußern und keine Hinweise zum Schutz der öffentlichen Belange geben, dann wird solch ein Bauvorhaben ohne Rücksicht auf die Anwohner genehmigt.

31.03.2021

Am 31.03.2021 findet um 18:00 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Brüel die nächste Stadtvertretersitzung statt. Laut der Tagesordnung wird neben den Änderungen der Geschäftsordnung und der Hauptsatzung der Stadt Brüel auch über das gemeindliche Einvernehmen zum weiteren Bauantrag des Agrarhofes zu den neuen Bauvorhaben (Tankstelle, Waschplatz, Maschinenhalle usw.) am Golchener Weg entschieden.

22.03.2021

Auf der heutigen Bauausschusssitzung der Brüeler Stadtvertretung wurde mitgeteilt,

dass für den Umbau des Keezer Stalles das gemeindliche Einvernehmen der Stadt Brüel bereits erteilt wurde und die Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen (Anlegen einer Hecke) in der Gemeinde Weitendorf bereits durchgeführt wurden;

dass die Umsiedlungsfläche  für die Zauneidechsen im Baugebiet „Mühlenberg“, wie von den Stadtvertretern beschlossen, mit den im Beschluss festgelegten Maßnahmen hergestellt wird und die Kosten dafür bereitgestellt werden;

dass der Agrarhof in Brüel für den Neubau und die Sanierung des Betriebshofes am Golchener Weg einen weiteren Bauantrag gestellt hat (1. Neubau einer Maschinenhalle, 2. Neubau einer Mehrzweckhalle, 3. Neubau Werkstatt mit Waschplatz und Tankstelle, 4. Abbruch der vorhandenen Tankstelle, des vorhandenen Waschplatzes und der vorhandenen Werkstatt)

04.03.2021

Zum aktuellen Bauvorhaben (Umbau Kälber-/Jungviehstall) im Ortsteil Keez, wurden uns die Umweltinformationen zugeschickt. Wir haben eine kurze Frist, um eine Stellungnahme zu fertigen und um unsere Einwände zu benennen. Für die Hinweise und Bedenken zu diesem Bauvorhaben und auch für Rückfragen können die Kontaktdaten genutzt werden.

15.02.2021

In der aktuellen Pandemie, in der das Covid-Virus unser Leben bestimmt, ist die Ortsgruppenarbeit erschwert, aber wir sind aktiv. Der Alleenschutz in Keez und in Thurow und der Trinkwasserschutz in Brüel sind weiterhin unsere Hauptthemen.

Das Grund- und Trinkwasserproblem in unserer Region beschäftigt alle seit dem Jahr 2014. Das Grundwasser in Brüel ist noch immer mit „Bentazon“ belastet. Ein Trinkwasserbrunnen ist für die Versorgung gesperrt. Das Gift konnte bisher nicht eliminiert werden. Auf dem Betriebsgelände des Landwirtschaftsbetriebes in Brüel wurde „Bentazon“ im Güllebecken nachgewiesen. Das Betriebsgelände liegt in der Wasserschutzzone zur Brüeler Trinkwasserfassung. Obwohl die Gefahr bekannt ist, werden in diesem Schutzgebiet eine Milchviehanlage und ein Güllelager neu errichtet. Das bedeutet, dass große Mengen wassergefährdender Stoffe auf diesem Betriebsgelände gelagert und transportiert werden. Die Errichtung einer Milchviehanlage im Trinkwasserschutzgebiet in Brüel ist ein Skandal! Eine Sanierung der alten Stallanlage mit modernster Technik wäre eventuell ein Gewinn für die Stadt Brüel geworden. Das aktuelle Bauvorhaben übersteigt jedoch in Größe, Fläche, Kosten und Tierplatzanzahl dermaßen den Altbestand, dass die Maßstäbe und Richtlinien für eine Sanierung der Altanlage keine Anwendung finden dürfen und die Vorgaben und Bemessungen einer Neuerrichtung gelten müssen. Die Neuerrichtung einer Stallanlage in diesem Trinkwasserschutzgebiet ist verboten. Die Ziele des Trinkwasserschutzgebietes werden nicht eingehalten. Vorgaben betreffen nicht nur den Trinkwasserschutz. Die Regelungen und Vorgaben zur Luftreinhaltung wurden ebenfalls nicht beachtet. Der Abstand zu den gesetzlich geschützten Biotopen wird nicht eingehalten. Die Mindestabstände des Güllelagers und der Stallanlage zur Wohnbebauung sind nicht ausreichend. Die Ziele zur Reinhaltung der Luft und zum Schutz vor Luftverschmutzungen werden nicht eingehalten. Die Auswirkungen auf die Gesundheit der Einwohner wurden bisher nicht untersucht.

Vor allem in dieser Zeit des Lockdowns, in der ein tödliches Virus der Welt zeigt, wie schnell es mutiert und wie leicht Krankheitserreger über die Luft verbreitet und übertragen werden, sollten keine Stallanlagen in der Nähe von Wohngebäuden errichtet werden. Gefährliche übertragbare Infektionskrankheiten (Zoonosen) können auch in Stallanlagen entstehen und die Gesundheit der Einwohner gefährden. Einseitige betriebliche Kreisläufe fördern diese Entstehung und Verbreitung.

Wir kritisieren, dass der landwirtschaftliche Betrieb in Brüel zu seinem enormen Bauvorhaben einzelne und kleine Bauanträge einreicht. Durch die sogenannten Salamitaktik wird erreicht, die aufwendigen Umweltverträglichkeitsprüfungen des Gesamtvorhabens zu umgehen. Die Auswirkungen auf die öffentlichen Belange werden somit leider nicht untersucht. Dadurch werden keine Gefahren erkannt und Regelungen und Auflagen zum Schutz der Natur und der Umwelt, der Luft, des Grundwassers, des Bodens und der Gesundheit der Menschen werden im Genehmigungsverfahren nicht benannt.

Wir kritisieren, dass alle Baugenehmigungsanträge, die diesen landwirtschaftlichen Betrieb betreffen, nicht öffentlich bekannt gegeben werden. Schon jetzt wurden durch die Stallanlage und das Güllelager in Brüel das Landschaftsbild und das Stadtbild erheblich verändert. Es gab bereits enorme Flächenversiegelungen. Die Einwohner wurden auch über den Bauantrag zur Errichtung einer Zufahrt in die Schweriner Straße nicht informiert. Es sollen für dieses Betriebsgelände weitere Bauanträge eingereicht worden sein. Wir hoffen, dass diese neuen Bauvorhaben nicht wieder die Nutzung, Lagerungen und Transporte von weiteren wassergefährdenden Stoffen beinhalten. Auch für den Ortsteil Keez soll für die Sanierung und die Erweiterung der Keezer Stallanlage ein Baugenehmigungsverfahren eingeleitet worden sein. 

Wir kritisieren, dass unsere Stadtvertreter zu den aktuellen Bauprojekten hinter verschlossenen Türen beraten und abstimmen.  Somit haben die Einwohner kein Recht auf Mitsprache und keine Möglichkeit, ihre Hinweise und Bedenken zu äußern. Zu den Erweiterungen der Brüeler Wohngebiete, zu den Veränderungen von Straßen und zu allen Bauvorhaben, die Auswirkungen auf die Gesundheit der Bürger bzw. die privaten Belange haben, sollten alle Informationen rechtzeitig öffentlich bekannt gegeben werden. Die Stadtvertreter wurden von den Einwohnern gewählt, damit sie die Interessen der Bürger vertreten. 

Wir setzen uns dafür ein, dass das Wohnen in unserer Region attraktiv und lebenswert bleibt. Wir kämpfen darum, dass die Gesetze und Rechte der Natur und Umwelt angewandt und eingehalten werden. Wir Einwohner brauchen zur Erholung ausreichende Plätze und freie unbelastete Räume in der Natur. Wir benötigen die Artenvielfalt für eine nachhaltige und gesunde Zukunft.

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