BUND-Ortsgruppe

Unsere Motivation

Die Gründe, die zur Entstehung der BUND-Ortsgruppe Brüel geführt haben, sind vielschichtig und leider auch allgegenwärtig.

Im Nachfolgenden können Sie die Ereignisse einsehen, die für unsere Wegfindung von großer Bedeutung waren und sind.

2014

“In einem von drei Brunnen auf dem Gelände des Wasserwerkes in der Stadt Brüel wurden Grenzwertüberschreitungen gemessen und der Brunnen sofort außer Betrieb genommen.
– Quelle: https://www.nnn.de/lokales/sternberg-bruel-warin/bentazon-im-trinkwasser-id8074366.html?p=0

Nun ist es passiert. Was einst wie ein Paradies, so gut wie unberührt von der heutigen Industrie, erschien wurde in einem Atemzug zerstört.
Wie aus dem Nichts wurde sie uns genommen – die naive Vorstellung, dass die Landwirtschaft nur Gutes für die Natur bedeuten würde.

Es machte nicht nur uns zu schaffen, schließlich hat jeder Einwohner im nun erkennbaren Irrglauben das Leitungswasser bedenkenlos getrunken. Wir hörten natürlich auf das Trinkwasser zu konsumieren. Alles andere wäre grob fahrlässig.
Aber wie konnte es überhaupt dazu kommen? Was für Stoffe gelangten in unser Trinkwasser und wie gefährlich muss dieser sein damit es zur Schließung eines ganzen Brunnen kommt?

Das “Was” konnte schnell geklärt werden – es handele sich um “Bentazon”, welches in Pflanzenschutzmitteln vorkommt.
Dies scheint auch kein Einzelfall zu sein, da solche Rückstände in mehreren Grundwasserentnahmestellen sowie in Deutschland als auch in der Schweiz gefunden wurden.

Quellen:

2015

“Wegen Uran und Nitratbelastung weichen einige Einwohner in Neu und Alt Necheln schon auf Mineralwasser aus.
– Quelle: https://www.svz.de/lokales/sternberg-bruel-warin/trinkwasser-aus-brunnen-ist-tabu-id9041326.html

Alarmierend waren auch die neuen Funde in den hauseigenen Brunnen der Einwohner aus Neu und Alt Necheln.
Durch eine Untersuchung des Leitungswassers im Gutshaus wurden erhöhte Uran- und Nitratwerte festgestellt, welche durch die davon ausgelösten Untersuchungen in weiteren Brunnen bestätigt wurden.

Der Grenzwert, der laut Trinkwasserverordnung bei 0,010 liege, wurde bei weitem mit einem Wert von 0,095 Milligramm pro Liter Trinkwasser überschritten.

Die “bedenkenlose” Trinkwasserversorgung gibt es nicht mehr und der Gedanke liegt nahe, dass auch hier die Landwirtschaft durch Überdüngung oder anderweitige Maßnahmen indirekt Einfluss auf die erhöhten Uran- und Nitratwerte hat.

2016

In Necheln wurde ein Güllelager errichtet.

2017

Der Wasserstand des Roten See (ein Grundwassersee) sinkt rapide.
Weitere Informationen hierzu: Der Rote See trocknet aus!

2019

“In einem Betonbehälter auf dem Gelände des Brüeler Agrarhofes wurde das Pflanzenschutzmittel Bentazon gefunden
– Quelle: https://www.svz.de/lokales/sternberg-bruel-warin/Brueel-Verbotenes-Pflanzenschutzmittel-im-Guellebecken-id26650012.html

2020

Der Landkreis LUP hat die Baugenehmigung für ein Güllelager in Thurow (Öffentliche Bekanntmachung) und eine Milchviehanlage mit Güllelager in Brüel erteilt.

Probleme:

  • es gibt kein Verkehrskonzept (Die Straßen in Thurow sind übliche Dorfstraßen und nicht für Schwertransporte geeignet)
  • die Größe der Anlage überschreitet den Altbestand erheblich
  • es gibt keinen Bauantrag für ein Versickerungsbecken
  • die Anlage wird in einem Trinkwasserschutzgebiet gebaut
  • es wird keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt, da es sich hierbei nicht um einen Neubau, sondern um eine Restaurierung des Altbestandes handelt

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