Brüel,  Roter See

Ein erster Statusbericht über den Zustand des Roten See

Wir haben einen ersten Statusbericht bezüglich des Roten See erhalten. Hierbei handelt es sich um eine fachtechnische Stellung des StaluWM zu unserer Anfrage.

Nach einer überschlägigen Rechnung fehlen im Roten See etwa 71.000 m³ Wasser.
Dies ist nicht durch die vorangegangenen trockenen Jahre zu erklären.

Wir haben unter anderem angegeben, dass die Austrocknung des Roten Sees mit den Bemühungen des Wasserwerkes Brüel zusammenhängen kann, die Brunnen von Bentazon zu befreien. Hierzu wird Wasser dauerhaft abgeleitet, bis kein Bentazon mehr vorhanden ist.

Das StaluWM kommt zu dem Schluss, dass die Förderrate des Wasserwerkes Brüel innerhalb des Dargebotes liegt und es somit zu keiner hydraulischen Überbelastung kommen kann.
Somit ist eine Einflussnahme dieser Maßnahme auf die Austrocknung des Roten See eher unwahrscheinlich.

Modellierungen des Trinkwasserschutzgebietes um Brüel ergaben Änderungen der Hauptzuflussrichtungen von südlichen Bereichen hin zu südwestlichen bis westlichen Richtungen bei einer Vergrößerung des durch die Förderung beeinflussten Bereiches in überwiegend westlichen Richtungen. Hierbei wurde das eigentliche Einzugsgebiet des Roten Sees nicht tangiert.

Beim Roten See handelt es sich um einen abflusslosen See, der nur über einen Zufluss mit sehr geringem Einzugsgebiet verfügt und hauptsächlich grundwassergespeist ist. Diese Grundwassereinflüsse haben sich wohl durch die natürliche Alterung (Kolmation) im Laufe der Zeit verringert, sodass das StaluWM zum Fazit kommt, dass klimatische Faktoren eine weitaus größere Rolle als andere Grundwasserentnahmen in der Umgebung spielen.

Unsere Meinung

In der Stellungnahme des StaluWM wird nur auf eine Grundwasserentnahme in unmittelbarer Nähe zum Roten See eingegangen.

Wir hatten in unserer Anfrage noch weitere potentielle Grundwasserentnahmen in unserer Umgebung angebracht, welche einen Einfluss auf den Roten See nehmen können.

Die Erkenntnis, dass die vorangegangenen trockenen Jahre keine Ursache für den immensen Wasserverlust im Roten See sind, ist wichtig. Wir hoffen, dass die Untersuchungen noch weiter voranschreiten und nicht alles mit der Erklärung abgetan wird, dass es wohl einfach an der Natur liegt.

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